Das Jahr 2019 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr, in dem wir in unseren Hilfsprojekten in Indien viel bewegen konnten.

Das bereits bestehende Dorfprojekt in Yadavpur, das wir seit 2016 betreiben, hat auch dieses Jahr wieder vielen Kindern den Zugang zu kostenlosem Unterricht ermöglicht. Des Weiteren gab es auch in diesem Jahr wieder Infoveranstaltungen für Erwachsene (z.B. für die Förderung von Mädchen) und Arztbesuche.

Außerdem kamen im Jahr 2019 noch einige neue Projekte hinzu:

Seit Mitte April fördern wir 5 Kinder aus dem Dorf Yadavpur und ermöglichen ihnen den Besuch einer Privatschule. Leider hat sich gegen Ende des Jahres gezeigt, dass für zwei Kinder der Wechsel auf das Internat eine zu große Umstellung war. Trotz intensiver Bemühung von unseren Projektpartnern vor Ort konnten wir die Kinder nicht im Projekt halten, da auch ihre Familien von den Veränderungen überfordert waren. Für uns ist es dennoch ein Erfolg, dass 3 Kinder sich im Internat gut eingelebt haben. Die Schwierigkeiten bei dieser Hilfsmaßnahme sind für uns jedoch wichtig bei der Entscheidung, inwieweit wir die Patenschaften für das nächste Schuljahr (ab Frühjahr 2020) erweitern.

Am 1. Mai 2018 wurde ein zweites Dorfprojekt in Yadavpur eröffnet. Auch hier richtet sich unser Hilfsprojekt an eine benachteiligte Gemeinschaft und der Schwerpunkt des Projekts ist – wie im anderen Dorfprojekt – Bildung und medizinische Versorgung. Das heißt, auch in diesem Projekt gibt es eine kleine Dorfschule, regelmäßige Besuche von einer Krankenschwester und einem Arzt sowie Infoveranstaltungen für die Erwachsenen im Dorf

Im Juni haben wir eine Nähwerkstatt in Yadavpur eröffnet und damit ein Projekt begonnen, das sich an junge Frauen aus der Gegend richtet. In der Nähwerkstatt werden Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet und damit haben sie die Chance auf ein eigenes Einkommen.

Im weiteren Verlauf des Jahres hat sich gezeigt, dass das Dorfprojekt und die Nähwerkstatt von der Dorfgemeinschaft gut angenommen wurden.

In diesem Jahr gab es für uns noch eine wichtige Veränderung: Die Sozialarbeiterin Schwester Sneha, die seit 2015 unsere Projekte in Bihar betreute, wurde im August in ein Kloster in einer Nachbargemeinde versetzt, um sich dort neuen Projekten zu widmen. Schwester Chetana betreut seitdem als ihre Nachfolgerin unsere Projekte in Bihar. Allerdings hilft ihr Schwester Sneha dabei und besucht ihr altes Kloster und unsere Projekte auch weiterhin regelmäßig.

Für 2020 ist zudem geplant, dass wir auch weiterhin mit Schwester Sneha zusammenarbeiten – diesmal in ihrer neuen Gemeinde Buxar. Wir wollen dort im neuen Jahr eine weitere Nähwerkstatt eröffnen, wofür in der Vorweihnachtszeit 2019 eine Spendenaktion gestartet ist.